zweite Wanderwoche Voie de la St. Mathieu in der Bretagne

Unsere Truppe ist gleich zu Beginn der zweiten Wanderwoche stark geschrumpft und so sind wir zu zweit weiter Richtung Vannes gelaufen. Schnell haben wir unser gewohntes Tempo wieder gefunden und wurden zu einem eingespielten Team. Allerdings hatte ich kürzlich das Rauchen aufgegeben, benötigte so viel weniger Pausen und konnte auch auf etliche gefüllte Kaffeetassen in Cafés und Bars verzichten. Wir hatten das diesjährige Ende der Strecke in Vannes geplant, allerdings blieb uns noch zuviel Zeit in der Bretagne am Ende des Urlaubs übrig. Eigentlich hatten wir vor, unser Zelt irgendwo an der Küste am Strand aufzustellen, jedoch fehlten mir inzwischen vernünftige Zeltheringe, denn meine hatten versehentlich die Heimreise angetreten. So blieb uns nur eine Sight-Seeing-Tour in und um Vannes, die uns gar nicht gut getan hat. Schnell ist das positive Pilgergefühl wieder verschwunden gewesen, denn unsere Ansprüche an Urlaubstage sind außerhalb des Pilgerlebens dann doch viel zu unterschiedlich.
Ich habe es genossen, am Ende der Pilgertour wieder in das zivilisierte Leben einzutauchen, durch einen Supermarkt zu schlendern, einen Schaufensterbummel zu genießen, in Bücherreien nach interessanten französischen Büchern zu stöbern, mir einfach mal die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen – leider war mir das nicht wirklich vergönnt. 

Daher habe ich beschlossen: Pilgern kann man mit mehreren, Urlaub macht man besser alleine oder in einer Gesellschaft, die entsprechende Abweichungen akzeptiert. 

 

Nachdem unsere Truppe schmerzhaft um zwei Pilgerfreunde geschrumpft ist, sind wir zu zweit weiter gewandert. Schnell und routiniert sind wir in unser seit Jahren erprobtes Tempo gefallen und haben unseren Rhythmus gefunden, nur leider war der Jakobsweg nicht so gut ausgeschildert, wie wir es die ersten Tage gewohnt waren. Der GR34 fehlte hier, etliche Wegweiser fehlten und einige waren auch sehr zweideutig.

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