Nach dem Martyrium des Jakobus im Jahre 44 n.J. brachten zwei treue Schüler, Theodorus und Anastasius den Leichnam auf einem Engelsschiff nach Spanien. Nach der Einfahrt in den galicischen Meeresarm von Arousa und dem Abschluss der Reise im Flußhafen Iria Flavia schafften sie die sterblichen Überreste auf dem Ochsenkarren ins Inland und begruben ihn in einem Waldstück.

Erst knapp acht Jahrhunderte später, als Spanien weitestgehend von den Mauren besetzt war, wurde das Grab wieder aufgefunden, was kritische Forscher weder für authentisch noch für zufällig halten, sondern eher für ein abgekartertes machtpolitisches Spiel zwischen Klerus und Königshaus. Im düsteren Mittelalter brauchten die Gläubigen ein Leuchtsignal des Herrn um zu zeigen, daß er sie angesichts der muslimischen Invasion nicht vergessen hatte und ihnen im Kampf gegen die Glaubensfeinde beistand. Die Geschichte des Jacobus galt als Motivationshilfe für die Krieger.

Als das Boot in Arousa einfuhr, bemerkten Thedorus und Athanasius eine Hochzeitsgesellschaft an Land. Plötzlich ging das Pferd durch, scheute und galloppierte in rasender Geschwindigkeit auf den Atlantik zu, in Richtung des Bootes. Roß und Reiter versanken in den Fluten, Panik machte sich breit. Alle rannten an den Strand, aber niemand konnte schwimmen um den Bräutigam zu retten. Nach Minuten der Angst und des Entsetzens tauchten Roß und Reiter wieder aus den Fluten auf und erreichten das Ufer. Beide waren über und über mit Jakobsmuscheln bedeckt. Diese Muscheln erhielten später den Namen Jakobsmuscheln, die noch viele andere Wunder bewirkten.

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