Hamburger Pilgerstammtisch

Hamburg hat sich in den letzten Jahren als Pilgerzentrum etabliert und eine sehr aktive Pilgergemeinde, die auch einen Pilgerstammtisch hat. Außerdem betreut die Gruppe einen Teil vom Jakobsweg ab Hittfeld, der durch die Lüneburger Heide führt.

Der Internetauftritt Pilgern im Norden

Der Pilgerstammtisch in Hamburg hat ebenalls eine eigene Seite.

Auf der Pilgermesse in Hamburg 2018 haben wir einen Flyer für 2019 in die Hand gedrückt bekommen: Der nächste Termin der Pilgermesse in Hamburg ist am Samstag, den 23.02.2019

Jakobsweg Lüneburger Heide

eine dazugehörige Jakobusgesellschaft habe ich nicht gefunden. Die Strecke aus Hamburg Hittfeld Richtung Stadtrand wird vom Hamburger Pilgerstammtisch betreut, den Rest der Strecke findet man bei den Tourist-Infos der Lüneburger Heide. Auf gpsies habe ich gps-Daten gefunden, auch diese Touristinfo hat gps-Daten.

Die Strecke schließt an die Nordroute vom Pilgerweg Loccum-Volkenroda in der Nähe von Mariensee an, die dann aber auch zwei Alternativen hat.

Brigittaweg

Dieser Streckenverlauf vom Brigittaweg in Deutschland ist die Verbindung der schwedischen Pilgerwege Brigittavägen zu den deutschen Jakobswegen.

Zuständig ist die  Deutsche St. Jakobusgesellschaft Aachen e.V., davon die Region Norddeutschland.

Der zuständige Wegekoordinator bietet regelmäßig Pilgertouren auf dieser Strecke an, die in den letzten 10 Jahren in Kleingruppen fast jedes Jahr durchgeführt werden konnte. Auch für Einzelpilger ist diese Strecke hervorragend geeignet.

Sie Strecke trifft auf die Via Scandinavica in der Nähe von Roseburg.

Streckenverlauf:

Stralsund – Triebsees (dort schneidet sie die Via Baltica) – Thelkow – Tessin – Laage – Bützow (dort trifft sie auf die Strecke, die aus Rostock Richtung Wittenberge führt) – und führt dann weiter über Schwerin zur Via Scandinavica.

Die GPS-Daten sind in folgender Karte: auf google MyMaps und in der hier verlinkten Gesamtübersicht der norddeutschen Jakobswege.

GR107 Camí dels bons homes

Auf der Landkarte bin ich immer wieder auf den GR107 Camí dels bons homes in Andorra gestoßen. Der Weg startet in Foix, führt über das Länderdreieck Frankreich, Andorra und Spanien. Insgesamt sieht zumindest die Karte so aus, als wenn man schwindelfrei sein sollte.

Den dazugehörigen topoguide habe ich schon gefunden:

https://boutique.ffrandonnee.fr/topo-guide-sur-les-traces-des-cathares-le-chemin-des-bonshommes

Die GPS-Daten stehen auf wikiloc

https://de.wikiloc.com/routen-wandern/cami-dels-bons-homes-santuari-de-queralt-foix-2995457

Wie die Nummerierung des Grande Randonée schon vermuten läßt, handelt es sich um einen Zubringer zum GR10

Via Degli Abati

GPS Daten auf wikiloc

https://de.wikiloc.com/routen-wandern/via-degli-abati-12880514

Die Via degli Abati startet in Pavia und zweigt dort von der Via Francigena ab. Sie endet in Pontremoli und ist somit eine Alternativstrecke des italienischen Teil der  Via Francigena.  Die Via del Volto Santo schließt sich in Pontremoli an. Zumindest auf der Google-Karte sieht die Via degli Abati attraktiver als die Via Francigena aus, die eher eine Radfahrstrecke vermuten lässt.

der dazugehörige Verein ist

L’Associazione „Via degli Abati“

Diese Seite gehört zu Italien

GR 10 und GR 11

Weitwanderweg in den französischen Pyrenäen von Hendaye bis Banyuls mit 850 km. Es gibt eine parallele Strecke auf spanischer Seite – der GR 11 mit dem Namen Senda Pirenaica. Beide Strecken sind nichts für Anfänger, trittsicher und schwindelfrei sollte man schon sein. Beide Wege werden an mehreren Stellen vom Jakobsweg gekreuzt, der Camino del Norte startet ebenfalls in Hendaye, der GR 108 historischer Jakobsweg – kreuzt zwischen Gabas und Somport die Strecke vom GR 10 und ganz in der Nähe vom GR 11, ebenso der GR 108A, welchen wir die Schlechtwettervariante getauft haben, der GR107 Camí dels Bons Homes gehört nicht zu den Jakobswegen, aber zu den schönsten Weitwanderwegen, bei Le Perthus kreuzt der GR 10 den Jakobsweg Camino Gironí, der dort startet und ganz in der Nähe kreuzt der GR 11 ebenfalls den Camino Gironí oder besser, einen Zubringer zum Camino.

Der Topoguide gehört zu meinen Favoriten als Wegbeschreibung. Eine Onlineseite gibt es auch.

La Voie de la Pointe St-Mathieu

Allez les bleus

Wir sind wieder unterwegs, dieses mal zu viert und die Anreise im TGV. Mal sehen, ob alles noch so entspannt ist. Damit alle zufrieden sind ist es doch etwas schwieriger als sonst.

Unsere kleine Truppe sammelte sich an den unterschiedlichsten Bahnhöfen, Heike aus Ulm, Tina aus Stade, Markus aus Dortmund und ich aus Bremen.

Markus zog die Anreise mit dem Flugzeug vor und verteilte seine Anreise auf zwei Tage mit Zwischenstop bei Freunden in Paris, wir bevorzugten den ICE und den TGV. Markus vertraute mir nach einigen hin und her seinen langen Pilgerstab an, damit dieser nicht ins Sperrgepäck musste und seine Nagelschere, etliche Cremetuben und noch allerlei Zeugs wanderten schon sehr rechtzeitig in meinen Rucksack, so dass er nur Handgepäck im Flieger hatte. Er war insgesamt schneller als wir und erwartete uns am Samstag Abend schon in Brest. Am nächsten Morgen wollten wir uns mit dem öffentlichen Bus zum Startpunkt St-Mathieu bewegen und der Bus hielt auch mehr oder weniger direkt am Weg, der dort am Start noch mit auf der gleichen Strecke wie der GR 34 verläuft. Wir hatten also zwei verschiedene Hinweisschilder mit gleicher Richtung, der Start war also gar nicht zu verfehlen. Der Nullpunkt mit der Grössen Jakobsmuschel wurde dann auch von uns mit einer entsprechenden Fotoserie geehrt und unser Start ausführlich dokumentiert.

Die ersten Kilometer führte uns der Voie de St-Mathieu dann auf dem GR 34 direkt an der Küste entlang. Am ersten Tag wurden wir gewaltig angespornt, denn uns kamen über 1340 Trailrunner entgehen, denen wir immer wieder ausweichen mussten. Sie hatten an dem Tag mindestens 37 Kilometer, die noch extremeren Sportler 57 auf dem steil auf und ab verlaufendem Küstenweg vor sich. Uns kamen unsere erste kurze Etappe zum Campingplatz Portzig schon fast lächerlich vor. Abends erzählte uns dann Tina von den am Wegesrand vor Krämpfen sich brüllenden Wanderern. Komisch, wir sind die gleiche Strecke gegangen und haben niemand derartiges gesehen. Demnach waren wir ziemlich blind. Naja, ich habe mich auf den Weg, die schöne Landschaft und auf Markus konzentriert.

Grande Randonnée 34
Ausschilderung des Weges
Richtungsweisende Jakobsmuschel

Sonntag hatte Markus für seine Abreise geplant und so sonderten wir zwei uns von Heike und Tina ab, er wollte ab Quimper am Montag in den TGV steigen und über Paris die Heimeise antreten. Er wollte den Dienstag noch zum Auskurieren nutzen und am Mittwoch wieder arbeiten.

So teilte sich unsere kleine Gruppe nach einer Guten Wanderwoche auf um neu zusammen gewürfelt zu werden. Die Wandrung mit Markus querfeldein nur mit seiner Karte von OpenStreetMap vom Jakobsweg nach Rosperdon war schon etwas abenteuerlich. Wir fanden genauso viele schöne Wege wie auf dem Jakobsweg und meinen neuen Wanderstab, den mir Markus am Tag zuvor aus dem Wald geholt hatte könnte ich auch schon ausprobieren um nicht im Schlamm auf dem Weg zu versinken, meine Teleskopstöckchen sollte er mit nach Dortmund nehmen. Für die Rückreise ein Gepäckstück aufzugeben erschien ihm weniger riskant oder anstrengend als bei der Hinreise. Abends beim Essen bekamen wir dann eine Nachricht von Heike, sie müsse den Weg abbrechen. Ihre Schmerzen waren inzwischen so stark geworden, dass sie in den nächst besten Zug nach Hause wollte. Sie tippte auf einen Bandscheibenvorfall.  Lustigerweise stieg sieben den selben TGV in Quimperle ein, ich bin Mit Markus in den Zug in Quimper eingestiegen und bin dann in Quimperle ausgestiegen Tina hat also Heile zum Zug gebracht und mich abgeholt. Ich sollte nun also die Tour alleine mit Tina fortsetzen.

So kam es, dass ich seit gestern, also Montag – wieder mit Tina alleine unterwegs bin und wir erleben eine nette Begebenheit nach der anderen. Gestern stellte ich entsetzt fest, dass meine Zeltheringe bei Markus im Ruckack sind und die Heimreise angetreten haben und wie zufällig steht neben dem uns zugewiesenen Zeltplatz schon ein kleines  Dekozelt, welches unsere Zwecke vollkommen erfüllen konnte.  Erwischen lassen durften wir uns natürlich nicht. Abends kurz bevor es dunkel wurde haben uns dann doch noch zwei Kinder gefunden und waren mehr erschrocken als wir.

Heute hat uns eine etwa 20köpfige Pilgergruppe aus Zug überholt, gestern haben uns zwei Pilgerinnen die einzige Unterkunftsmöglichkeit in Pont Scorff weggeschnappt und heute würde Tina hier auf diesem Campingplatz mit vier Heringen beschenkt. Die Pilgergruppe hat uns zur Messe eingeladen und wir wurden sogar anschliessend noch gesegnet.  Diese Tour ist so ereignisreich und voller Eindrücke, sie lässt sich weder mit Worten noch mit Bildern beschreiben. Der bisherige Höhepunkt auf dieser Tour war definitiv die Pilgergruppe aus Zug. Sie waren eine grosse Bereicherung für uns auf dieser Strecke und wir waren als Gäste für sie ebenfalls was besonderes. Schade, unsere beiden abgereisten Pilger konnten diese besondere Stunde nicht mit uns teilen

Zwischen Pont-Scorff und St-Caradec kurz vor Hennebont
Abstimmung auf dem Campingplatz.

Zu blöd! Wir mussten den Vogelschwarm daran hindern, ihr Nachtlager direkt über unseren Köpfen aufzuschlagen. Wenn sie zurückkommen, müssen wir mal wieder zu einer Nachtwanderung aufbrechen.

Allez les bleus
Allez les bleus

Wie schon erwähnt musste Markus bereits die Heimreise antreten und unser Abschied in Quimper wurde von dem französischen WM-stieg begleitet. Ich bin überhaupt kein Fussballfan und kann noch nicht einmal Abseits erkennen. Doch die Fussballbegeisterung der Franzosen hat mich dann dich fasziniert und so konnten wir ein wenig mit ihnen feiern. Was auch immer ALLEZ LES BLEUS bedeuten soll, wahrscheinlich so Was wie voran die blauen –  diesen Satz haben wir am Frühstückstisch am morgen des Grossen Tages gelernt. Abends ist mir dann bei der Siegesfeier das Fähnchen zugeflogen und so ziert sie seitdem meinen Wanderstab. Mein Zelt war ja schon vorher blau, die rote Jacke vervollständigt nur die Farbkombination. Feiern in Frankreich ist fast so gut wie ESSEN IN FRANKREICH, denn das Essen ist hier märchenhaft gut.

Die dazugehörige bretonische Jakobsgesellschaft habe ich hier im blog schon verlinkt.

Hier dazu die gps-Daten mit Details

und hier die Kilometerangaben

Meine dazugehörigen Links sammle ich wie immer auf Meine Jakobswege in google sites.