Heidenstraße

Winterberg

 

von Korbach  – Winterberg – Meinzerhagen – Marienheide – Köln

Bei Grevenbrück strifft die Strecke den Jakobsweg Höxter bis Dortmund  und ab dort immer mal wieder. Den letzten Teil der Strecke teilen sich dann beide Wege mit dem Elisabethpfad.

siehe dazu www.heidenstrasse.de

zuständig ist die Deutsche St. Jakobusgesellschaft in Aachen e.V.

 

Der Jakobsweg im Sauerland gefällt uns sehr gut, na ja das liegt wohl hauptsächlich am Sauerland. Die Beschilderung der Strecke hat der sauerländischen Gebirgsverein übernommen. Allerdings sind die Schilder recht spärlich und teilweise sehr ausgeblichen. Wir haben die Strecke ab Winterberg am Wochenende getestet und sind etwas enttäuscht von der schlechten Verkehrsanbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Daher konnten wir auch keine Tour Richtung Korbach machen, die Heimreise hat so schon mehrere Stunden gedauert und es wäre fraglich gewesen, ob ich am Montag wieder rechtzeitig zur Arbeit hätte gehen können. Auch auf dieser Strecke bietet sich also ein möglichst mehrtägiger Urlaub an.

Die sanften Hügelchen lassen sich leicht auch ohne Wanderstock bewältigen, Vorbereitung braucht man eher wenig. Damit ist diese Strecke eine gute Teststrecke bezüglich der körperlichen Fitness und dem ganz persönlichen Organisationstalent für Pilgerwege oder andere Weitwanderwege: Die Wald- und Wiesenwege sind  selten geteert und fast überall in einem super Zustand.

Nur die Bundesbahn ist hier nicht besonders zuverlässig, denn die Bahn fällt öfters mal aus oder hat Verspätung.  Für Wochenendtouren sind ein paar Stunden Karenz sicher ganz praktisch.

Insgesamt hat die etwas dürftige Verkehrsanbindung Vorteile für alle, die dort in der Region leben, denn die hübsche Gegend wird von deutschen Touristen mehr oder weniger gemieden und gilt wohl als Geheimtipp. Ganz besonders holländische Touristen, denn diese bevölkern in Scharen die ganze Region. Holländer wissen offensichtlich, was gut ist. Dazu kommen etliche Motorradfahrer, welche die sauerländischen Straßen sehr zu unserem Leidwesen als Rennstrecke nutzen. Die Folgen sind klar erkennbar: bei schönstem Wetter können wir problemlos und spontan ins Wochenende Richtung Sauerland fahren und dort die nahegelegenen Wanderwege ablaufen, die es dort in Massen gibt. Ein Zimmer finden wir immer.

Allerdings haben wir uns auch andere Wanderwege in der Region angesehen, da wir ja die heißen Sommerwochenenden mit Wandertagen füllen wollten. Gefühlt gibt es im Sauerland mehr Wanderwege als Menschen, verlaufen kann man sich trotzdem nicht, denn alle Kreuzungen sind mit reichlich Schildern versehen.

Nachteile gibt es natürlich auch: Familien mit Kindern werden hier bei den Hotelpreisen arm – ein Urlaub in Deutschland mit einer mehrköpfigen Familie ist hier für mich nicht vorstellbar, denn erschwingliche Übernachtungsmöglichkeiten wie Campingplätze oder Jugendherbergen sind mir nicht ins Blickfeld gerutscht, obwohl ich immer wieder danach Ausschau halte. Da insbesondere Campingplätze fehlen und alles auf Hotel- und Pensionsbetriebe ausgelegt ist, überaltert diese Region auch im Tourismus, der typische Besucher ist im Rentenalter.

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