Unser letztes Wochenende war anstrengend und mit immens vielen Anregungen. Der Kirchentag in Berlin war komplett orange, überall war das Erkennungszeichen in orange zu sehen. Unser Start zu Hause morgens um 04:00 hat sich gelohnt, so kamen wir noch vor dem großen Andrang in Berlin an.

Bei der Eröffnungsfeier waren dann die Menschenmassen da. Der beste Platz war für uns direkt hinter dem Kamerateam, so konnten wir unter dem Podest hindurchsehen, ohne direkt in den Menschenmassen stehen zu müssen.

Plötzlich und für uns unerwartet setzten sich die Massen in Bewegung und wir wurden mit dem Strom nach vorne gezogen, so daß wir fast direkt vor dem Rednerpult standen.

Um nächsten Morgen konnten wir die letzten Handgriffe für unseren Pilgerstand erledigen, mußten dafür aber fast einen Kilometer quer über das Messegelände und durch die Hallen zurücklegen. Die Messehallen über drei Etagen waren für tausende Menschen da, unser Pilgerstand war nur einer von vielen. Alleine in unserer Halle stellten sich drei Pilgerorganisationen vor.

Wir hatten jede Menge interessante und anregende Gespräche an unserem Stand, es war auffällig, wie entspannt das Publikum war. Die Spannweite der Gesprächsthemen war zwar auf Pilgerwege begrenzt, dennoch hatten wir einen weiten Radius, der vom Hümmlinger Pilgerweg bis zu den Inca-Trails reichte. Dabei fiel mir auf, daß ich noch längst nicht genug über Pilgerwege auf anderen Kontinenten weiß, zu den Inca-Trails ist mir nur bekannt, daß man dazu den Namen der Trails in der Muttersprache auf Quechua kennen muss, um sie überhaupt zu finden. Der bekannteste Teil der Inca-Trails ist nur 46 km lang und ist dort auch nur ein Teil des Wegenetzes wie bei uns Jakobspilgern. Allerdings war das auch schon alles über mein Wissen über Pilgerwege auf anderen Kontinenten.

Selbstverständlich haben wir uns bei den anderen Pilgerständen über alle möglichen Pilgerwege informiert und etliche Informationen mitgebracht, so auch von diesem Stand uns gegenüber. Der Förderverein der Wunderblutkirche St. Nikolai betreut genauso wie wir Pilgerwege . Bei Gelegenheit werden die Informationen hier in diesem Blog verarbeitet, allerdings wiegt das Informationsmaterial insgesamt über ein Kilo und enthält dementsprechend viele Informationen. Dazu kommen noch die Fotos, die zuerst verarbeitet werden müssen. Es kann also noch ein wenig dauern.

Außerdem sind uns jede Menge Fragen gestellt worden, die vielleicht auch für andere interessant sind.

Deshalb habe ich zuerst eine Installationsanweisung der Freizeitkarten für das Programm BaseCamp für alle Garmin-Nutzer geschrieben. Ich hoffe, ich habe nichts wesentliches vergessen. Freizeitkarten für BaseCamp von Garmin installieren

Wir sind am Sonntag nicht zum Abschiedsgottesdienst gefahren, uns waren 100.000 Menschen einfach zu viel. Wir haben uns stattdessen Berlin angesehen und waren überrascht, wie aufgeräumt die Stadt nach einem solchen Massen-Event aussah.

Wir belohnten uns nach den anstrengenden Messetagen mit ein paar Sonnenstunden auf dem Wannsee mit einer Schifffahrt.

Jetzt müssen wir uns erst einmal erholen, den Rucksack auspacken, Wäsche waschen und natürlich die nächste Reise planen. Auf jeden Fall steht fest: Berlin ist eine Reise wert.

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