Zuerst wurden die Jakobswege in Spanien und Frankreich wieder aufgebaut, die ersten Jakobspilger, die von ihren Caminos wieder nach Hause kamen, bauten anschließend das Wegenetz in ihrer Heimat wieder auf. Ziel war vorrangig, auch von der eigenen Haustür nach Santiago de Compostela laufen zu können und dabei die Infrastruktur nutzen zu können. Die ersten Pilger nahmen nur eine Straßenkarte mit, denn es gab noch kein Wegenetz, wie es heute existiert. Die wieder neu gegründeten Jakobusgesellschaften recherchierten die Wege, machten Wegbeschreibungen und entsprechende Dokumentationen, die bald von den Verlagen übernommen wurden. Die französischen und spanischen Wegbeschreibungen wurden in mehrere Sprachen übersetzt und mit den historischen Wegbesonderheiten versehen. Das deutsche Wegenetz ist heute flächendeckend wieder hergestellt. Es gibt kaum eine Region, die keinen Jakobsweg hat. Allein die Region in Norddeutschland betreut über 5000 Wanderkilometer, Wegvarianten sind nicht mitgerechnet. Leider fehlen bis heute entsprechende Übersetzungen der deutschen Wegbeschreibungen.

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