Koordinatorentreffen der norddeutschen Jakobswege 2018

Am Wochenende vom 13. April bis zum 15. April war das Jahrestreffen der Deutschen St. Jakobusgesellschaft e.V., Region Norddeutschland, dieses mal in Bremen. Unsere kleine Pilgerwanderung von Trupe zum Bremer Dom war noch etwas verregnet und etwas kühl geraten, dennoch ließen wir uns nicht unterkriegen. Umso mehr wurden wir von der herrlichen Wümmelandschaft mit den Feuchtwiesen belohnt. Allerdings hat sich auch mal wieder gezeigt, daß Regenschirme in Norddeutschland äußerst unpraktisch sind.

Irgendwann am Nachmittag kamen wir völlig verregnet in Bremen an, nach einer kurzen Pause ging das Programm gleich weiter mit einer Führung durch die bremer Geschichte, anschließend Abendessen und dann noch eine kleine Nachtwanderung. Wir hatten ein volles, interessantes und unterhaltsames Programm, welches sich leider nicht mit Fotos wiedergeben läßt, das muss man ganz einfach erlebt haben.

Wir haben viele neue Gesichter in unserer Gruppe begrüßen dürfen und so war trotz des Wochenendes die Zeit mal wieder viel zu kurz. Völlig übermüdet sind wir nach diesem erfolgreichen Wochenende wieder zu Hause angekommen.

Ostern 2018 auf der Via Scandinavica

Am Osterwochenende zwischen Karfreitag und Ostermontag haben wir die Strecke zwischen Lübeck und Mölln kontrolliert und etwas nachgebessert.

Die Via Baltica und die Via Scandinavica sind  in Lübeck in weitem Umkreis um die Possehlbrücke durch eine Großbaustelle gestört, die Originalstrecke der Via Baltica und der Via Scandinavica ist kurz vor der Brücke gesperrt. Der Weg muß deshalb für einige Zeit umgeleitet werden. Wir haben die Umleitung  ausgeschildert, ohne die alte zu entfernen. Die Umleitung beginnt mit einem „X“ bestehend aus zweimal Pilgerweg (siehe Foto) kurz nachdem man vom Dom an der alten Mühle vorbei in die Wallanlagen kommt.

Baustelle in Lübeck

Dort muß man jetzt statt geradeaus weiter zu gehen rechts auf den Wall hinauf steigen. An der anderen Seite überquert man die Straße und geht nach links bis über die Possehlbrücke (der Durchgang durch die Baustelle ist möglich und erlaubt). Am Ende der Possehlbrücke können wir nicht mehr die Treppe zum Kanal hinunter,  wir müssen weiter bis zur ersten nach rechts abzweigenden Straße.  Diese führt uns nun  parallel zum Kanal. Die erste rechts abzweigende Straße  führt uns wieder zum Kanal und somit auf die ursprüngliche Streckenführung.

Nach der Überquerung der Brücke nach Moisling muß man weiterhin sehr achtsam sein, weil die  Abzweigung der Via Scandinavica von der Via Baltica direkt hinter der Brücke auf einer Treppe abwärts führt, während das Muschelschild der Via Baltica direkt vor einem zu sehen ist. Auch diese Stelle haben wir unten in den Fotos versucht zu dokumentieren. Wer genau hinsieht,kann auf dem Foto unter dem Schild „Radfahrweg“ eine Jakobsmuschel finden UND an dem Brückengeländer noch eine Jakobsmuschel, beide weisen entsprechend in verschiedene Richtungen. Leider hatten wir keine mit dem Schriftzug „Via Baltica“ dabei.

Erfreulicherweise ist die Kanalbaustelle hinter Moisling abgeschlossen und der Weg ist wieder frei durchgängig.

Dazu haben wir auch gps-Daten aufgenommen.

Via Baltica und Via Scandinavica

Auf unserer Ausschilderungstour sind wir abends immer wieder zurück nach Lübeck gefahren, unsere erste Tagesetappe ging bis Krummesse, weil dort noch der Stadtbus von Lübeck verkehrt. Ratzeburg ist dank des Bahnhofs auch super an Lübeck angeschlossen, nur Berkenthin war etwas schwierig zu erreichen.

Die Busverbindung von Lübeck nach Berkenthin ist eingestellt bzw. endet schon in Krummesse. Eine andere andere Verbindung von Lübeck – Berkenthin – Mölln gibt es nur, wenn man weiß, dass es sie gibt! Weder die Busfahrer noch die Info der Deutschen Bahn konnten uns Auskunft erteilen.  Außerdem scheint es eine Verbindung von Krummesse nach Hollenbeck bei Berkenthin zu geben, jedenfalls gibt es vor Ort eine entsprechende Bushaltestelle mit Fahrplan. Sonn- und Feiertags werden diese Haltestellen nicht bedient. Generell ist allerdings die Fahrplangestaltung etwas seltsam. Der Hinweis „Kein Betrieb“ passt irgendwie zu der Auskunft der Busfahrer am ZOB in Lübeck.

 

Fahrplan Berkenthin

Leider gibt es das Hotel in Fredeborg nicht mehr. Dort ist jetzt ein Bio-Hofladen mit Café, das aber nur zu den Geschäftszeiten geöffnet hat! Das Wochenende beginnt dort Samstags mittag.

Auf der Etappe von Krummesse nach Ratzeburg haben wir den Lübischen
Adler mit dem Schriftzug Freie Hansestadt Lübeck fotografiert.

 

Freie Hansestadt Lübeck

Durch unsere feste Station in Lübeck konnten wir noch einige Spaziergänge durch die Stadt machen, abends im Kartoffelkeller unter dem Heilig-Geist-Hospital köstlich essen und den völlig verschneiten Ostersonntag im molligen Museum in Lübeck verbringen, wo wir prompt Pilgerzeichen gefunden haben. Leider war der Marzipanladen geschlossen, dafür haben wir uns im Wiener Café verwöhnen lassen.

Das Teufelchen auf der Kirchenmauer hatte ich allerdings viel kleiner in Erinnerung. Eine einmalige Besonderheit sind die Gänge zu den hübsch gestalteten Innenhöfen, die unter den herrschaftlichen Häusern hindurch führen.

Und natürlich durfte auch kein Besuch im Dom fehlen.

Unterwegs haben wir fleißig Pfeile gemalt. Wem die Jakobsmuschel vor seiner Haustür gehört, weiß ich allerdings nicht.

gelber Pfeil
zwischen Ratzeburg und Mölln

Ganz besonders schön war am Ostermontag allerdings der Schnee und unser Nickerchen in der verschneiten Landschaft, die pralle Sonne im Gesicht.

unterwegs nach Mölln

Durch unser Nickerchen in dieser Winterlandschaft ist uns etwas die Zeit davon gelaufen, so haben wir kurz vor Mölln die Gelegenheit genutzt, die Strecke etwas abzukürzen.

Abkürzung der Strecke ab dem Marienwohder See um ca. 2 km:

Am Marienwohlder See nicht weiter nach rechts nach Marienwohlde, sondern der Straße nach links folgen. Es geht dann unter der Schnellstraße hindurch und auf dem Fahrradweg direkt nach Mölln hinein (ca 2 km bis ins Zentrum).

 

Jakobswege in Bayern

http://www.jakobus-weg.de/aJakw/Jakob_home.htm

Auf der Seite von Maximilin Bogner werden folgende Jakobswege und Pilgerwege beschrieben, allerdings ist mir nicht klar, ob es sich um Radwanderwege oder um Fußwanderwege handelt. Auf jeden Fall gibt es hier Literatur, Unterkunftslisten und gpx-Daten.

  • Südostbayrischer Jakobsweg
  • Jakobsweg Böhmen – Bayern – Tirol
  • Voralpiner Jakobsweg
  • Wolfgangweg

Freie Pilgerwege mit gps-Daten

  • Benediktweg
  • Bruder-Konrad-Wege
  • Donau-Alpen-Adria-Radweg
  • Rupertweg
  • Salzalpenweg
  • Sieben-Kirchenweg
  • Engfurtner Weg
  • Via-Maria-Weg
  • Via-Nova-Weg

Via Jacobi

Die Via Jacobi ist der wichtigste Jakobsweg in der Schweiz. Die Bezeichnung auf der Karte ist für außenstehende etwas irreführend, in die Richtung Santiago hat die Strecke die Nr. 4, in die entgegengesetzte Richtung die Nr. 3. Rückwärts hat sie auch einen anderen Namen, weil Jakobswege alle NACH Santiago de Compostela führen.

Das wird auf der Karte von Waymarked trails ganz gut deutlich, die Nr. 4 bzw 3 sind die beiden Alternativen der Varianten ab dem Bodensee, dort kommen die Jakobswege aus Augsburg (bayrisch-schwäbische Jakobswege), München (Münchner Jakobsweg) und Passau (südostbayrischer Jakobsweg) an.

Die Via Jacobi hat dann Anschluss an den GR65 Via Gebennensis

Münchner Jakobsweg

von München – Starnberger See bis zum Bodensee bzw. Bregenz.

Der südostbayrische Jakobsweg stößt in der Nähe von Hohenpeßenberg auf den Münchner Jakobsweg, außerdem stößt der Jakobsweg aus Dachau auf den Münchner Jakobsweg, in dem Zusammenhang habe ich entdeckt, daß es eine zusammenfassende bayrische Seite aller Jakobswege in Bayern gibt.

In Bregenz hat die Strecke Anschluss an die Via Jacobi in der Schweiz.

Jerusalem-Weg

Der Jerusalemweg führt über weite Strecken durch Europa, bevor er den europäischen Kontinent verlässt. Außerdem hat Jerusalem natürlich eine wesentliche historische Bedeutung für Europa und darf deshalb hier nicht fehlen. Leider führt die Strecke über weite Teile durch politisch unsicheres Gebiet. Leider kommt deshalb die Strecke deshalb für mich nicht in Frage. Informationen werde ich trotzdem weiter sammeln.

Pilgerwege nach Jerusalem sind natürlich für jeden Pilger ganz besonders reizvoll. Tobit-Reisen aus Limburg bietet dazu Wanderreisen an, die mir persönlich aber zu teuer sind, außerdem sind m. E. zuviele Busfahrten enthalten. Allerdings gibt es noch sehr wenig Informationen für Einzelpilger. Auch wer auf der Seite vom Jerusalemweg über google sucht, landet bei geführten Touren.

Wümmewiesen im Winter

Die Wümmewiesen kurz vor Bremen sind im Winter bei Eis und Schnee am scönsten. Als Kinder sind wir stundenlang auf diesen Wiesen Schlittschuh gelaufen, heute ist das leider kaum noch möglich, da es selten kalt genug ist, um tragfähiges Eis zu bekommen. Wenn es doch einmal kalt genug ist, tummeln sich bald etliche Schlittschuläufer auf den flachen und ungefährlichen Gewässern. Nur zu schade, daß es schon wieder wärmer wird.

Für Jakobspilger auf der Via Baltica gehört diese Landschaft im Winter mit zu den schönsten Etappen.

E11

Details fehlen noch – werden hier demnächst gesammelt –

Die gps-Karte auf google mymaps

Die Ursprungsdaten auf waymarked trails, die ursprünglich in einem chaotischen Zustand waren. Wer mag, kann den obigen Track gerne herunterladen und dort korrekt wieder einstellen. Mir ist die Einstellung auf der Datenplattform leider zu kompliziert.

Weitwanderweg von Polen bis Holland