Tagebuch 02. September Freunde und Familie

Nach all dem hin und her wollte ich nun selbst auch auf den Jakobsweg und nicht nur andere, die wollten, daß ich den Jakobsweg gehe. Wohl bemerkt: Die anderen meinten, mir würde dieser Fußmarsch guttun, selbst haben sie noch nie eine Mehrtageswanderung in der Größenordnung unternommen. Trotz allem ließ ich mich anstecken, mein letztes Gegenargument, ich sei nicht katholisch und wüßte auch nicht, wo der Pilgerpass zu beziehen sei, wurde schnell durch das Internet widerlegt. Die Stichwortsuche „Pilgerpass“ in einer der Suchmaschinen spuckte etliche Bezugsmöglichkeiten und Jakobusvereinigungen aus. Dennoch: Aus den 16 Vereinen wählte ich die in Würzburg aus, dort reichte für den Bezug des Pilgerpasses damals schon eine email. Ich mußte mir also keinen Pastor suchen, um mir irgend ein Bestätigungsschreiben  ausstellen zu lassen, welches ich dort hin schicken sollte.  Die Würzburger waren viel einfacher: eine einfache email und eine Überweisung reichte. Der Betrag in der Überweisung war so lächerlich klein, daß es sich kaum lohnte, das Formular auszufüllen. Deshalb bestellte ich gleich die Jakobsmuschel und einen Aufnäher mit.

Im Grunde genommen begann im Sommer 2003 meine eigentliche Vorbereitungszeit auf den Jakobsweg, allerdings war ich bereits seit fünf Jahren mit dem Gedanken im Kopf unterwegs, so langsam wurde ich ungeduldig und wollte endlich los.

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