Pilgersegen in Bremen am 04. März 2017

Heute hatten wir zum Auftakt der Pilgersaison 2017 den Pilgersegen im Bremer Dom bekommen und anschließend noch ein nettes Zusammensein im Lighthouse.

Wer keinen Orientierungssinn hat sieht mehr von der Welt

und auch sonst laufen wir Jakobspilger und Weitwanderer so manchen Umweg, um die zahlreichen Teerstraßen und befestigten Wege zu vermeiden. Auch kommt es immer wieder vor, daß wir einen Abstecher zu einem besonderen Ort machen oder uns ganz banal verlaufen. Die Umwege sind zu einem wichtigen Thema unterwegs geworden, auch das Lighthouse liegt etwas abseits vom Jakobsweg.

Wir konnten wieder zahlreiche Tipps austauschen und selbst die „alteingelaufenen Pilger“ haben noch etliche neue Ideen mit nach Hause nehmen können. Außerdem weisen wir wieder mal darauf hin, daß wir gerne mehr Pilgerherbergen hätten. Auch in Bremen fehlen etliche Unterkunftsmöglichkeiten. Deshalb werden im Kapitel 8 Adressen von Privatpersonen gesammelt, die bereit sind Pilger für eine Nacht bei sich aufzunehmen.

Pilger erwarten quasi fast nichts, ein Klo und eine Dusche wären aber schon nett. Ein Platz für eine Isomatte ist selbst im kleinsten Haushalt zu finden, ansonsten stellt ein Pilger keine Ansprüche. Ein Pilger hat einen großen Vorteil: Da er sein Gepäck den ganzen Tag mit sich herumschleppt, ist das Packvolumen sehr gering – er braucht also kaum Platz. Außerdem ist er den nächsten Tag wieder weg und kann so nicht lästig werden. Die Adressen werden nur auf Anfrage vom Kapitel 8 herausgegeben, die im Besitz eines Credencials sind und sich so als Pilger ausweisen können.

Wer uns seine Unterstützung anbietet, verpflichtet sich zu nichts, das Angebot kann jederzeit zurückgezogen werden. Die Pilger melden sich rechtzeitig bei den Herbergseltern an, sie stehen also nicht unverhofft vor der Tür. Über eine Unterstützung würden wir uns sehr freuen. Hier bei uns im norddeutschen Raum müssen Herbergseltern nicht unbedingt in Santiago de Compostela angekommen sein, um Herbergseltern zu werden, diese Möglichkeit steht außerhalb Spaniens jedem zur Verfügung, so hat jeder die Möglichkeit den Kontakt zu Jakobspilgern zu haben und daran teilzunehmen ohne selbst laufen zu müssen, das ist sehr praktisch und erspart den Herbergseltern jede Menge Anstrengung!