Tagebuch – sich selbst gut behandeln

Wer auf dem Jakobsweg unterwegs gewesen ist, nimmt sich spätestens auf dem Heimweg vor, seinem Körper mehr Beachtung zu schenken – und zwar täglich. Die zahlreichen Blasen und sonstigen Blessuren bleiben noch lange im Gedächtnis haften und das ist auch gut so. Mein Entschluss, mich mehr zu bewegen habe ich tatsächlich im Laufe der Jahre immer mehr umsetzen können. Selbst wenn mal 14 Tage keine sportliche Aktivität in meinen Terminkalender passt, dann kommt zumindest der eine oder andere längere Spaziergang dazwischen. Ansonsten fast jedes Wochenende lange Fahrradtouren oder Wandertouren auf dem Programm.

Ausserdem habe ich mir die Süßigkeiten komplett abgewöhnt und Wasser kann ich jetzt literweise trinken,wenn vorher noch das Geschmackserlebnis vom Essen die höchste Priorität hatte, dann ist jetzt der Punktestand auf der Gesundheitsskala ausschlaggebend. Der Inhalt im Kühlschrank ist übersichtlich und ausschließlich gesund, Konservierungsmittel, Farbstoffe, Glutamat und Zucker haben in meiner Küche kein Platz mehr. Ganz nebenbei stört es mich nicht mehr, wenn ich über einen längeren Zeitraum nichts Essbares in der Nähe habe. Stattdessen gibt es jetzt jede Menge Kräuter, Gewürze, Haferflocken, Trockenobst uns noch mehr gesunde Lebensmittel, die ich vorher noch nichteinmal kannte. Ganz nebenbei habe ich gelernt, daß ein gesundes Essen meißtens wesentlich kostengünstiger ist als nur ein einfacher Gaumenschmauss. Inzwischen ist sogar GESUND UND LECKER bei mir an der Tagesordnung.

Ganz nebenbei habe ich gelernt, daß die Kraft der Gedanken die stärkste Wirkung auf mein Tagesziel hatte, im Wesentlichen haben meine Gedanken bestimmt, wie weit mich meine Füße am Tag tragen konnten. Die Gedanken bestimmen seitdem mein Dasein und selbst die schwierigsten Situationen im Alltag lassen mich nicht mehr ins Trudeln kommen, allerdings habe ich dafür auch mehrere Caminos gebraucht und heute noch lerne ich auf jedem Camino mental noch dazu, genau genommen gehören die Gedanken in die gleiche Kategorie wie die Luft zum Atmen. Wenn ich positive Gedanken habe, fühle ich mich gut, wenn ich negative habe, fühle ich mich schlecht. Ob die Gedanken positiv oder negativ sind lässt sich steuern. Leider, leider gibt es wenig Menschen, die so denken. Heute gehört Jammern zum täglichen Alltag – viel Jammern gehört scheinbar zum Geschäft und zahlt sich aus – am Arbeitsplatz, im Portemonnaie, etc.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.