Die Anwesenheit der Jakobusgesellschaften auf dem katholischen Kirchentag in Münster vom 09. bis zum 13. Mai 2018 war trotz etlicher anderer Pilgerorganisationen kaum zu übersehen, denn unser Zelt war von Menschentrauben eingehüllt. Wir hatten etliche Gespräche über alle erdenklichen Themen in Bezug auf Jakobswege und auch andere Pilgerwege. Insbesondere der Jerusalemweg war eine großartige Bereicherung und Ergänzung in unserem kleinen Info-Zelt. Wir haben etliche Fragen zu den Jakobswegen in heimatlicher Umgebung als auch in Spanien und anderen europäischen Ländern nach bestem Wissen beantwortet. Jetzt, während ich diesen kleinen Bericht schreibe, fällt mir ein, dass ich eine falsche Auskunft über den Jakobsweg und der Beziehung zum ersten Papst gegeben habe und muss diesbezüglich noch einmal recherchieren, darüber werde ich bei unseren Jakobusgesellschaften reichlich Informationen finden.

Insgesamt war die Entstehung des Jakobusskultes im Mittelalter als auch die Wiederbelebung der Jakobswege in der heutigen modernen Zeit auf dem Kirchentag ein immer wiederkehrendes Thema. Sehr interessant waren auch die Berichte über „Pilgern mit Tieren“ – erstaunlich was man dabei alles bedenken muss, angefangen beim Tierarzt bis zur täglichen Versorgung des Tieres.

Auch kam immer wieder das Fahrrad als Gesprächsthema auf und uns fiel auf, dass wir bei unseren Vorbereitungen für Informationsveranstaltungen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel immer wieder ignoriert hatten, obwohl gerade unsere Wege in Norden für Räder jeglicher Art bestens geeignet sind, insbesondere auch für Rollstuhlfahrer.

Unsere Flyer „Pilger beraten Pilger“ gingen so reissend weg, dass wir schon bald kein Informationsmaterial hatten. Auch alle anderen Informationstexte waren schnell vergriffen. Auch der Blick auf unsere Landkarten war beliebt und es wurde uns immer wieder die Frage gestellt, wo wir die Karten gekauft haben.

Die Fragen lassen sich in Folge de Gruppe aufteilen:

  • Allgemeine Fragen zur Reiseausstattung, zum Pilgerausweis, und zur Reiseorganisation.
  • Fragen zu Tieren auf dem Camino,
  • lieber zu Fuß oder doch das Rad?
  • Mit Partner oder lieber alleine?
  • Welche Zeit ist die beste?
  • Welcher Weg?

Zu uns an den Stand kamen zukünftige Pilger und Pilgerinnen als auch alteingesessene Wiederholungstäter auf Jakobswegen.

In einem umfangreichen Interview habe ich versucht, über die Jakobswege im allgemeinen zu berichten, allerdings ist weder der Sendetermin noch die Länge der Sendung bekannt. Radio ffn oder Antenne Niedersachsen wird irgendwann in der Sommerpause das Interview senden.

Eines steht für mich fest: Der Jerusalemweg hat definitiv die Vielfalt der Pilgerwege erweitert, auch wenn dieser Weg relativ kurz ist im Wegenetz der Pilgerwege und Weitwanderwege. Sobald mir die gps-Daten vorliegen, werden diese verlinkt. Da diese Strecke durch Wüstengebiet führt, bietet sich diese Tour im Winter an, schätzungsweise eine Woche dürfte für An- und Abreise inclusive Wanderung reichen, da die Strecke nur  km lang ist und damit eigentlich noch nicht zu den Weitwanderwegen zählt.

Besonders erfreut hat uns, daß wir nicht nur Pilger beraten und unterstützten konnten, wir erhielten auch reichlich Angebote, uns bei unseren Wegen zur Seite zu stehen. Wir haben zukünftig neue Pilgerherbergen auf unseren Strecken – oder besser ausgedrückt: Jakobspilger beherbergen Jakobspilger.

Wir freuen uns über den rasanten Zuwachs der Strecken, die wir dieses Jahr vertreten konnten und sind über die weitere Entwicklung der Wege gespannt.

Im Zeichen der Muschel

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