Wümmewiesen und Hollerland

Es ist wieder bald wieder soweit – demnächst regnet regnet in Strömen und die Wümme tritt über ihre Ufer.  Dann ist die Via Baltica an manchen Tagen an der Wümme nicht begehbar. Wer Glück hat und zu dieser Zeit in der Nähe ist und trotzdem noch trockenen Fußes durch die Wümmewiesen hat, kann ein einzigartiges Schauspiel bewundern, welches jedes Jahr etliche Vogelkundler anzieht. Falls dann noch die Sonne gnädig zu uns herunter scheint, gleicht dient der Wümmedeich einer Völkerwanderung.

Das Holler Land gehört zum Schutzgebiet der Wümme. Dieser Landstrich hat seinen Namen, weil die Wasserschutzmaßnahmen aus Holland importiert wurden. Die sieben Bauernsöhne „die Sieben Faulen“  sind in der Historie Bremens bekannt, weil sie diese Neuerung der Landschaftskorrektur hier erstmals bekannt machten. Allerdings ist diese Seite Bremens weitläufig davon verschont geblieben. „Wümmewiesen und Hollerland“ weiterlesen

Pilgersegen in Bremen am 04. März 2017

Heute hatten wir zum Auftakt der Pilgersaison 2017 den Pilgersegen im Bremer Dom bekommen und anschließend noch ein nettes Zusammensein im Lighthouse.

Wer keinen Orientierungssinn hat sieht mehr von der Welt

und auch sonst laufen wir Jakobspilger und Weitwanderer so manchen Umweg, um die zahlreichen Teerstraßen und befestigten Wege zu vermeiden. Auch kommt es immer wieder vor, daß wir einen Abstecher zu einem besonderen Ort machen oder uns ganz banal verlaufen. Die Umwege sind zu einem wichtigen Thema unterwegs geworden, auch das Lighthouse liegt etwas abseits vom Jakobsweg.

Wir konnten wieder zahlreiche Tipps austauschen und selbst die „alteingelaufenen Pilger“ haben noch etliche neue Ideen mit nach Hause nehmen können. Außerdem weisen wir wieder mal darauf hin, daß wir gerne mehr Pilgerherbergen hätten. Auch in Bremen fehlen etliche Unterkunftsmöglichkeiten. Deshalb werden im Kapitel 8 Adressen von Privatpersonen gesammelt, die bereit sind Pilger für eine Nacht bei sich aufzunehmen.

Pilger erwarten quasi fast nichts, ein Klo und eine Dusche wären aber schon nett. Ein Platz für eine Isomatte ist selbst im kleinsten Haushalt zu finden, ansonsten stellt ein Pilger keine Ansprüche. Ein Pilger hat einen großen Vorteil: Da er sein Gepäck den ganzen Tag mit sich herumschleppt, ist das Packvolumen sehr gering – er braucht also kaum Platz. Außerdem ist er den nächsten Tag wieder weg und kann so nicht lästig werden. Die Adressen werden nur auf Anfrage vom Kapitel 8 herausgegeben, die im Besitz eines Credencials sind und sich so als Pilger ausweisen können.

Wer uns seine Unterstützung anbietet, verpflichtet sich zu nichts, das Angebot kann jederzeit zurückgezogen werden. Die Pilger melden sich rechtzeitig bei den Herbergseltern an, sie stehen also nicht unverhofft vor der Tür. Über eine Unterstützung würden wir uns sehr freuen. Hier bei uns im norddeutschen Raum müssen Herbergseltern nicht unbedingt in Santiago de Compostela angekommen sein, um Herbergseltern zu werden, diese Möglichkeit steht außerhalb Spaniens jedem zur Verfügung, so hat jeder die Möglichkeit den Kontakt zu Jakobspilgern zu haben und daran teilzunehmen ohne selbst laufen zu müssen, das ist sehr praktisch und erspart den Herbergseltern jede Menge Anstrengung!

Bücher zur Via Baltica zwischen Usedom und Osnabrück

Das erste Exemplare der Via Baltica zwischen Hamburg und Bremen enthält auch ein kurzes Stück der Via Jutlandica, leider sind die Unterkunftslisten heute nicht mehr aktuell, auch die Streckenführung hat sich ein wenig geändert, weil die Bundesbahn uns etwas in die Quere kam. In diesem Heft sind die besten topografischen Karten der gesamten Strecke zwischen Hamburg und Bremen enthalten. Allerdings fehlt jeder grafische Hinweis, wo welche Herberge zu finden ist, problematisch ist das nicht, da keine Großstädte auf der Strecke sind und die Hotels zentral liegen. Größe und Qualität ist ähnlich wie die der französischen Topoguides, nur mit weniger Seiten. Diese Ausgabe ist im Eigenverlag erschienen und wird heute nicht mehr aktualisiert, diese Aufgabe hat der Conrad-Stein-Verlag übernommen.

Diese Ausgabe zwischen Bremen und Osnabrück ist heute nicht mehr verfügbar, sie wird ebenfalls nicht mehr upgedatet. An der Streckenführung hat sich bisher allerdings wenig, allerdings fehlen die Alternativstrecken, insbesondere die Visbeker Braut und Bräutigam. Auch fehlen einige Karten, Kilometer kann man also mit Hilfe des Kartenwerkes nicht exakt ablesen. Das Buch ist relativ schwer und kompakt, es passt leider nicht in die Hosentasche. Die Orte auf dieser Strecke sind schon etwas größer als die der Strecke zwischen Hamburg und Bremen, deshalb sind hier die grafischen Hinweise zu den Herbergen im Kartenmaterial praktisch.

Diese beiden Varianten enthalten die besten Wegbeschreibungen, allerdings können Updates nie aktuell sein, gerade persönliche Meinungen des Autors sind kein Maßstab für diesen Weg, der zu jeder Jahreszeit anders ist. Die Beschreibung ist gut und ausführlich, Alternativen fehlen leider ebenfalls. Das Kartenwerk ist nur skizziert. Allerdings ist die Strecke so gut ausgeschildert, daß jegliches Kartenmaterial fast überflüssig geworden ist. Leider fehlen hier die Hinweise, wo welche Unterkunft zu finden ist – Adressen sind zwar vollständig enthalten, gps ist aber zu empfehlen um die Unterkünfte zu finden. Hierfür wären gute Kartenskizzen praktisch gewesen, diesen Part hatte der Bachem-Verlag besser gemacht. Unterwegs braucht man diese Ausgaben nicht unbedingt, die Unterkunftslisten kann man sich abschreiben, es reicht ein Zettel in der Tasche. Die Ausgaben können also ruhig im Bücherregal zu Hause bleiben.

Der Titel des zweiten Teils ist etwas irreführend! Ab Osnabrück gehört diese Beschreibung nicht mehr zur Via Baltica sondern zu den westfälischen Jakobswegen zwischen Osnabrück und Köln.  Ab Osnabrück ändert sich die Zuständigkeit der Wegebetreuung.

Die GPS-Daten stehen auf der Karte der norddeutschen Gesamtübersicht und auf Garmin Adventures.

https://adventures.garmin.com/en-US/by/perestine/via-baltica-ab-swinemunde-bis-liege/#.WQDsSoVOJmA

Chemins Bretagne und GR34

Ausnahmsweise verlaufen die bretonischen Jakobswege nicht parallel mit einem der franösischen Grand Randonnées. Der GR34 führt an der Küste entlang und ist damit vergleichbar mit dem englischen South West Coast Path, sie enthalten wie alle topo guides topografische Karten mit allen wichtigen praktischen Details. Sie beschreiben sehr gut die Region in Wort und Bild, sind allerdings nicht als praktischer Führer auf einem der Jakobswege dort geeignet. Für alle, die französisch können, gibt es hier reichlich Hintergrundinformationen der Region.

Die Wegbeschreibungen der Chemins Bretagne gibt es im Eigenverlag der Jakobusgesellschaft, die die Hefte bei LULU Press drucken läßt. Die Qualität ist ähnlich wie die des miam miam dodos, nur daß die Karten wesentlich detaillierter sind, sie haben fast die Qualität des topoguides, nur in schwarz-weiß. Auch dort sind alle Details der jeweiligen Strecke genau beschrieben, die Unterkunftslisten sind sehr gut. Allerdings haben wir unsere Unterkunftsliste vor Ort etwas ergänzt. Wir haben in einer Touristinformation eine Übersichtskarte des „Voie Verte“ gefunden, diese enthielt noch mehr Hotels und Campingplätze, die etwas neben der eigentlichen Wegstrecke liegen.

 

2016 sind wir von Paimpol bis Redon auf der Strecke la Voie de l’Abbaye de Beauport gelaufen, dieses Jahr wollen wir uns noch einmal die Bretagne vornehmen. 

In 2018 haben wir uns den französischen Jakobsweg La Voie de la Pointe St-Mathieu auserkoren. Die Kilometer haben wir in einer Printversion hier gespeichert. Das Buch haben wir so gut wie möglich übersetzt. 

Pommersche Jakobsweg

 

1 Kretinga bis Klaipeda (Memel) 25,6 km
2 Klaipeda bis Juodkrante 20,7 km
3 Juodrankte bis Nida (litauisch-russische Grenze) 30,6 km
4 Nida bis Rybachiy 21,1 km
5 Rybachiy bis Zelenogradsk 32,3 km
6 Zelenogradsk bis Kaliningrad 33,8 km
7 Kaliningrad bis Ladushkin 27,9 km
8 Ladushkin bis Mamonovo 19,6 km
9 Mamonovo – Braniewo (Braunsberg) bis Frombork (Frauenburg) 24,0 km
10 Fromborg bis Tolkmicko (Tolkemitt) 17,6 km
11 Tolkmicko bis Elblag (Elbing) 39,8 km
12 Elblag bis Nowy Dwór Gdanski 26,6 km
13 Gdanski bis Niedzwiedzica (Bärwalde) 18,9 km
14 Niedzwiedzica bis Gdansk-Sobieszewo 21,5 km
15 Gdansk-Sobieszewo (Danzig-Bohnsack) bis Gdansk-Oliwa (Danzig) 24,2 km
16 Gdansk-Oliwa bis Zubowo (Suckow) 18,1 km
17 Zubowo bis Kartuzy (Karthaus) 17,8 km
18 Kartuzy bis Sianowo (Schwanau) 23,0 km
19 Sianowo bis Lebork (Lauenburg) 35,6 km
20 Lebork bis Lebien 18,2 km
21 Lebien bis Leba 27,3 km
22 Leba bis Izbica 17,6 km
23 Izbica bis Smoldzino 22,9 km
24 Smoldzino bis Ustka (Stolpmünde) 33,2 km
25 Uska bis Slupsk (Stolp) 21,5 km
26 Slupsk bis Slawno (Schlawe) 31,7 km
27 Slawno bis Darlowo 27,1 km
28 Darlowo bis Iwiecino (Eventin) 20,3 km
29 Iwiecino bis Koszalin 23,1 km
Alternative:
27a Slawno bis Polanów (Pollnow) 38,2 km
28a Polanów bis Wyszewo 28,0 km
29a Wyszewo bis Koszalin (Köslin) 20,2 km

30 Koszalin bis Dobrzyca (Kordeshagen) 22,9 km
31 Dobrzyca bis Kolobrzeg (Kolberg) 29,4 km
Alternative
30a Koszalin bis Bialogard (Belgard) 28,2 km
31a Bialogard bis Klopotowo (Klaptow) 21,8
31b Klopotowo bis bis Kolobrzeg 23,2 km

 

32 Kolobrzeg bis Trzebiatów (Treptow an der Rega) 39,1 km
33 Trzebiatów bis Karnice (Karnitz) 23,8 km
34 Karnice bis Kamien Pomorski 28,1 km
35 Kamien Pomorski (Cammin) bis Wolin (Wollin) 23,6 km
36 Wolin bis Miedzyzdroje (Misdroy) 24,5 km
Alternative
36a Wolin bis Stepnica 36,4
37a Stepnica bis Goleniów 21,2 km
38a Goleniów bis Szcecin 39,4 km

37 Miedzyzdroje bis Stepnica (Stepenitz) 36,4 km
38 Stepnica bis Goleniów 21,2 km
39 Goleniów bis Szezecin (Stettin) 39,4 km
Alternative

Miedzyzdroje bis Swinoujscie (Swinemünde) 20,5 km
Swinoujscie bis Usedom 29,2 km

Gesamtkilometer 976

Anschlussweg ist die Via Baltica

 

gesamte Fotogalerie auf google – leider sind die Fotos nicht in der richtigen Reihenfolge!

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